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Praktische Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung
(EU-DSGVO) im genetischen Labor*

Die neue Europäische Datenschutz-Grundverordnung ergänzt ab 22. Mai 2018 das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Da der Datenschutz in Deutschland bereits bisher auf einem vergleichsweise hohen Niveau praktiziert wurde, ist der sich aus der neuen Rechtslage ergebende Handlungsbedarf für viele datenverarbeitende Einrichtungen überschaubar. Weil personenbezogene Daten (eine natürliche Person betreffend) zur Gesundheit, Gesundheitsvorsorge und Genetik der höchsten Schutzkategorie zuzuordnen sind, sollten alle humangenetisch tätigen Labore umgehend prüfen, ob sie die EU-DSGVO und das neue BDSG einhalten. Dafür sind zusätzlich u.a. erforderlich:

  1. Transparenz des internen Datenschutzes durch verständliche und leicht zugängliche Datenschutz-Informationen für Betroffene
  2. Vorhaltung von Einwilligungserklärungen zur Datenverarbeitung
  3. Erstellung und Einhaltung einer internen Datenschutz-Richtlinie mit Aufstellung aller technisch-organisatorischen Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten
  4. Erstellung eines Verzeichnisses aller internen Daten-Verarbeitungsvorgänge mit Zuordnung der jeweiligen Rechtsgrundlage und Bewertung des Risikopotentials für alle Kategorien von Daten-Verarbeitungsvorgängen
    (= Schutzbedarfs-Klassifizierung)
  5. Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung
    (= Risikoanalyse für jede Kategorie von Daten-Verarbeitungsvorgängen)
  6. ggf. Benennung eines internen Datenschutz-Beauftragten mit Meldung an die  zuständige Aufsichtsbehörde
    (= Landesbeauftragte für Datenschutz)
  7. System zur Einhaltung der Meldepflicht bei Verstößen innerhalb von 72 h bei der zuständigen Aufsichtsbehörde

Die EU-DSGVO gilt für jede Form der (halb-)automatisierten, systematischen Verarbeitung von Daten über Patienten, Mitarbeiter und Patienten von Vertragspartnern, auch wenn die Daten pseudonymisiert worden sind. Zuwiderhandlungen können - je nach Art, Umfang und Schweregrad - mit Geldbußen bis zu 20.000.000 € geahndet werden.

*Da es noch keine Rechtsprechung zur EU-DSGVO gibt, können die Ausführungen nur unverbindlichen Charakter haben.

Simone Heidemann, Institut für Tumorgenetik Nord, Kiel

 

 

GfH-Stellungnahme zu Eingriffen in das Keimbahn-Genom (Germline Genome Editing)

Die Verfügbarkeit neuer Methoden des Genome Editing (Änderungen am Genom, „Genom-Chirurgie“), insbesondere durch das CRISPR/Cas9-Verfahren, hat gezeigt, dass zielgenaue Änderungen am somatischen und Keimbahn-Genom möglich sind. Hierdurch wird zukünftig auch eine Korrektur ursächlicher Keimbahn-Mutationen bei monogen erblichen Erkrankungen im reproduktiven Kontext technisch vorstellbar.

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Gemeinsame Stellungnahme der GfH und ÖGH
zur Durchführung von Liquid Biopsies

Durch die steigende Anzahl zielgerichteter Therapien, die bei Vorliegen Tumor-spezifischer Veränderungen bzw. aberranter Signaltransduktionswege verabreicht werden, kommt es zu einem Paradigmenwechsel in der Krebstherapie. Die Gemeinsame Stellungnahme der GfH und ÖGH nimmt dies zum Anlass, die Voraussetzungen für die genetische Analyse zellfreier (Tumor)-DNA zu beschreiben und eine enge Zusammenarbeit zwischen den behandelnden Ärzten zu fordern, um eine qualifizierte humangenetische Aufklärung und Beratung sicherzustellen.

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Ausschreibung GfH-Reisestipendien 2018

Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik vergibt jedes Jahr
4 Reisestipendien
an junge Wissenschaftler, um u. a. den internationalen Austausch von Wissenschaftlern zu fördern. Die im jeweiligen Jahr zur Verfügung stehenden Mittel sowie die Anlässe, für die Stipendien vergeben werden, legt der Vorstand fest. Die Stipendien werden an leistungsstarke förderungswürdige Bewerber vergeben. Ein Stipendium wird als Reise-kostenunterstützung des Stipendiaten/in gewährt, um ihm/ihr die Teilnahme an internationalen wissenschaftlichen Tagungen und damit die Weiterqualifizierung zu ermöglichen.

Voraussetzungen für eine Förderung Antragsberechtigt sind Studenten, Graduierte und Wissenschaftler. Sie können sich mit einem wissenschaftlichen Abstract ihres vom ausländischen Veranstalter akzeptierten Vortrags sowie genauen Angaben zur betreffenden wissenschaftlichen Tagung bewerben.
Das Höchstalter wird auf 35 Jahre festgelegt. Der Stipendiat muss seinen Studienwohnsitz in Deutschland haben. Pflichten des Stipendiaten Mit der Annahme des Stipendiums verpflichtet sich der Stipendiat einen Vortrag (oral presentation) auf der von ihm genannten Veranstaltung zu halten und einen Tagungsbericht zu dieser Veranstaltung zur Veröffentlichung in der Zeitschrift medizinischegenetik vorzulegen

Weitere Informationen finden Sie hier

 

 

LEERAusschreibung Humangenetik-Promotionspreise 2019

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist eines der wichtigsten Ziele der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik.
Daher schreibt sie folgende zwei Nachwuchsförderpreise aus:
Mit dem Promotionspreis sollen herausragende wissenschaftliche Doktorarbeiten ausgezeichnet werden, die an einer universitären oder außeruniversitären Einrichtung im Bereich der humangenetischen Forschung angefertigt wurden. Pro Jahr werden zwei Promotionspreise verliehen, je einer für eine medizinische Doktorarbeit und einer für eine naturwissenschaftliche Doktorarbeit.
Die Promotionspreise sind mit jeweils 1000 € dotiert und werden mit freundlicher Unterstützung des Berufsverbandes Deutscher Humangenetiker (BVDH) vergeben.

Schicken Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen in elektronischer Form bis spätestens 15.12.2018 an organisation@gfhev.de

Weitere Informationen zur Einreichung von Unterlagen finden Sie hier.

 

 

 

Stets aktuell: Unser Tagungskalender

 

 

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GfH-Jahrestagung_Bochum, 29.-31.3.2017

GfH-Tagung 2019
6.-8.3.2019
Weimar

 

Tumorgenetische Arbeitstagung
TGA 2019

23.-25.5.2019
Bad Ischl, Österreich

 

Syndromtag

Syndromtag 2018
28.-29.9.2018
Düsseldorf

 

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