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CRISPRHumangenetiker lehnen Eingriffe in das menschliche Genom mit dem Ziel der Veränderung des Genoms von Nachkommen grundlegend ab.

Damit schließt sich die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik der Stellungnahme des Bioethischen Komitees des Europarates an. Anlass dafür ist die Geburt von Zwillingen in China veröffentlicht hat, deren Genom durch die CRISPR-Cas9-Technologie verändert worden ist. Die Rahmenbedingungen für einen ethisch vertretbaren Umgang mit neuen Technologien wurden bereits 1997 in der sogenannten "Oviedo Convention" festgelegt. In diesem Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin des Europarates heißt es im Artikel 13: "Interventions on the human genome: An intervention seeking to modify the human genome may only be undertaken for preventive, diagnostic or therapeutic purposes and only if its aim is not to introduce any modification in the genome of any descendants." Die GfH steht ebenso wie der Europarat auf dem Standpunkt, dass sich die Anwendung von Techniken zur Genom-Editierung beim Menschen sich an Ethik und Menschenrechten orientieren muss.

 

 

Deutschland verpasst den Anschluss in der Genommedizin

International gibt es in vielen Ländern große Initiativen, die die Genomik in die medizinische Versorgung integrieren sollen. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass die Genomsequenzierung für die Diagnostik, Prävention und Behandlung von Erkrankungen im Sinne einer personalisierten Medizin zukünftig unabdingbar ist. Was fehlt, ist eine nationale übergreifende Strategie, die die Genommedizin auf eine breite Basis stellt. „In Deutschland gibt es einige Spitzeneinrichtungen, die die klinische Sequenzierung z. B. in der Krebsmedizin oder bei der Versorgung von Patienten mit seltenen Erkrankungen unterstützen. Aber das reicht längst nicht aus. Wir brauchen eine genomische Medizin, die bei den Patienten in der Versorgung ankommt und dabei im Schulterschluss mit der Forschung agiert“, fordert Prof. Dr. Michael Krawczak, Vorstandsvorsitzender der TMF.

Zum Interview mit Prof. Dr. Michael Krawczak

 

 

Med. GenomsequenzierungMedizinische Genomsequenzierung:
Warum Deutschland nicht länger abseits stehen darf

"Die rasche Einführung der Genomsequenzierung als diagnostischen Eingangstest für Patienten mit begründetem Verdacht auf das Vorliegen einer genetisch bedingten Krankheit ist" wie Prof. Hans-Hilger Ropers, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, Berlin, in seinem Artikel ausführt, "die beste Strategie, um im Bereich der Genommedizin international Anschluss zu gewinnen, ohne dafür hohe Milliardenbeträge für genommedizinische „Moonshot- Projekte“ auszugeben. Mit seinem Netz aus humangenetischen Instituten und Zentren für seltenen Krankheiten und seiner im Aufbau befindlichen Infrastruktur für Hochdurchsatzsequenzierung verfügt Deutschland bereits über wichtige Bausteine zur Realisierung dieses Konzepts.

In der Konsequenz, so Ropers, wäre eine Fortsetzung der bisherigen Abstinenz auf diesem Sektor mit den mittel- und langfristigen Interessen Deutschlands als Innovations- und Hochtechnologiestandorts nicht vereinbar.

Zum Artikel, veröffentlicht in der Schriftenreihe der Konrad Adenauer Stiftung

 

 

Einladung zur
Verleihung des Johann-Georg-Zimmermann-Preises 2018/2019
an Professor Christa Fonatsch

Prof. Christa FonatschAm Montag, den 11. Februar 2019 wird Frau em. Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Christa Fonatsch, ehemalige Direktorin des Institutes für Humangenetik der Medizinischen Universität Wien, in Anerkennung ihres starken, außerordentlich erfolgreichen und weitreichenden Engagements in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Tumorzytogenetik mit dem Johann-Georg-Zimmermann-Preis ausgezeichnet.

Die Verleihung findet um 15:30 Uhr in der Medizinische Hochschule Hannover statt. Die Einladung und genauere Informationen finden Sie hier.

 

 

Einladung zur Teilnahme an der Fragebogenstudie
"Ethische Ansichten von HumangenetikerInnen zum Thema Pränataldiagnostik"

Es handelt sich um eine deutsch-israelische Vergleichsstudie, die zwei Jahrzehnte genetischer Beratung in diesen beiden Ländern umfasst. Die erste Befragung wurde 1995 von Dorothy C. Wertz und John C. Fletcher in 36 Ländern (inklusive Israel und Deutschland) durchgeführt.

Zur Umfrage und weitere Informationen

 

 

S1-Leitlinie: Molekulargenetische Diagnostik mit Hochdurchsatz-Verfahren der Keimbahn, beispielsweise mit Next-Generation Sequencing

Zentral für alle, die mit Next-Generation Sequencing Techniken arbeiten, hat die Deutsche Gesellschaft unter federführender Leitung von Prof. Dr. Peter Bauer entlang der EuroGentest-Initiative eine S1-Leitlinie zur Molekulargenetische Diagnostik mit Hochdurchsatz-Verfahren der Keimbahn, beispielsweise mit Next-Generation Sequencing entwickelt. Diese Leitlinie wurde in konzertierter Aktion auf den Weg gebracht, unterstützt von den Vertretern der ÖGH, des BVDH, ders Berufsverbandes Deutscher Transfusionsmediziner und der Deutschen Gesellschaft für Pathologie.

Nachwuchsförderung

Die GfH tut etwas für ihren Nachwuchs!

Einladung zum Stammtisch
Der nächste Stammtisch für alle jungen Naturwissenschaftler und Ärzte, die sich in der Weiterbildung befinden, findet anlässlich der GfH-Tagung in Weimar am Mittwoch, 6.3.2019, statt. Wer teilnehmen möchte, melde sich bitte unter dem Stichwort "Nachwuchsstammtisch" über organisation@gfhev.de an. Alle weiteren Informationen folgen.

GfH-Juniorakademie ... Save the date ... In Planung ist ein Weiterbildungswochenende vom 18.-20.9.2019 für jungen Naturwissenschaftler und Ärzte, die sich in der Weiterbildung befinden.

Ausschreibung GfH-Reisestipendien 2018
Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik vergibt jedes Jahr
4 Reisestipendien an junge Wissenschaftler, um u. a. den internationalen Austausch von Wissenschaftlern zu fördern. ---> mehr

Ausschreibung Humangenetik-Promotionspreise 2019
Pro Jahr werden zwei Promotionspreise verliehen, je einer für eine medizinische Doktorarbeit und einer für eine naturwissenschaftliche Doktorarbeit. Schicken Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen in elektronischer Form bis spätestens 15.1.2019 an organisation@gfhev.de. --->mehr

 

 

 

 

Termine

wissenschaft_kommunizieren12. bis 14. November 2018, Braunschweig
Wissenschaft kommunizieren!

Wie kann ich als WissenschaftlerIn meine Themen und Ergebnisse in die Medien bringen? Welche Themen sind für Journalisten überhaupt interessant und was habe ich davon, wenn ich mein Wissen vermittle? ... ---> Anmeldung / Programm 

 

 

protect move10.-11. Dezember, 2018 / Lübeck
Reduced Penetrance Conference 2018

Conference Co-Chairs: Christine Klein, Frank Kaiser
& 10 Distinguished Speakers & Roundtable Discussion ---> Information / Ankündigung

 

 

10.12.2018 Berlin
“Omics in Medical Research” 2nd edition

This year, the thematic framework will focus upon how systems medicine research agendas can be translated into prevention, diagnosis and treatment in clinical practice, thereby (hopefully) creating ‘next generation medicine’ in the not-too-distant future. The workshop will particularly highlight the potential role of the German Centers for Disease Research (DZG) in spearheading this development in the fields of diabetes (DZD), neurodegenerative disease (DZNE), cardiovascular disease (DZHK), infectious disease (DZIF),  cancer (DKTK) and lung disease (DZL). The workshop will focus upon how to bridge the gap between clinical data standards (HL7, SNOMED CT, LOINC etc.) and the omics world. ---> Information

 

 

21. - 22. Februar 2019, Lübeck
Biometrische Aspekte der Genomanalyse

organisiert durch den AK Humangenetik der GMDS, der AG Genetische Epidemiologie der DGEpi und der AG Populationsgenetik und Genomanalyse der IBS-DR.

Die Schwerpunkte des Workshops sind “Epigenomweite Assoziationsstudien”
und “Single Cell Sequencing”.

Die eingeladenen Vortragenden zu diesen Themen sind Andrew E. Teschendorff (Statistical Cancer Genomics, UCL Cancer Institute & Dept. of Woman's Cancer, University College London, London, UK; CAS Max-Planck Partner Institute for Computational Biology, Shanghai Institute of Biological Sciences, Shanghai, China) und Stefan Kirsch (Fraunhofer Institute for Toxicology and Experimental Medicine, Regensburg).

Wir laden Sie dazu ein, bis zum 15. Dezember 2018 einen Abstract zu einem Beitrag einzureichen, der sich (auch gern unabhängig von den 2018er Schwerpunkten) mit biometrisch-methodischen Aspekten der Analyse von genetischen und genomischen Daten beschäftigt. Der Workshop wird ausreichend Zeit für die einzelnen Vorträge bieten; insbesondere kann auch gern „Work in progress“ und Beiträge mit offenen Fragen vorgestellt werden. --->mehr

Stets aktuell: Unser Tagungskalender

 

 

 

SAVE THE DATE

GfH-Jahrestagung_Bochum, 29.-31.3.2017

GfH-Tagung 2019
6.-8.3.2019
Weimar

 

Tumorgenetische Arbeitstagung
TGA 2019

23.-25.5.2019
Bad Ischl, Österreich

 

Syndromtag_2019

Syndromtag 2019 Mosaikerkrankungen
27.-28.09.2019
Heidelberg

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