Verleihung der GfH-Ehrenmedaille

 

GfH-Jahrestagung 2016 in Lübeck, 16.-18.3.2016

Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Horsthemke

Die Ehrenmedaille der GfH wird an Herrn Professor Dr. rer. nat. Bernhard Horsthemke, Direktor des Instituts für Humangenetik am Universitätsklinikum Essen, für herausragende wissenschaftliche Leistungen und für sein Engagement für die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik verliehen. Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist die Erforschung epigenetischer Mechanismen und ihre Bedeutung für die Ätiologie von Erkrankungen. Die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe haben zu grundlegend neuen Erkenntnissen sowie zur Entwicklung epigenetischer Diagnoseverfahren geführt.

Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Horsthemke

Foto (v.l.n.r.): Prof. Dr. rer nat. Bernhard Horsthemke, GfH-Vorsitzender Prof. Dr. Klaus Zerres
Tagungspräsidentin Prof. Dr. med. Gabriele Gillessen-Kaesbach, Prof. Dr. med. Eberhard Passarge

Laudatio von Prof. Dr. med. Eberhard Passarge,
anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an
Professor Dr. rer. nat. Bernhard Horsthemke


GfH-Jahrestagung 2015 in Graz, 15.-17.4.2015

Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Prof. Dr. med. Wolfgang Engel

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang Engel hat mit seinen bahnbrechenden genetischen und zellbiologischen Arbeiten auf dem Gebiet der Entwicklungsgenetik entscheidend zur Identifizierung und Charakterisierung der an der Spermiohistogenese beteiligten Gene beigetragen, und er ist neue Wege bei der erfolgreichen Erschaffung pluripotenter Stammzellen gegangen. Durch sein Engagement als Forscher und Lehrer hat er wesentlich zum nationalen und internationalen Ansehen und Erfolg der Humangenetik beigetragen.

Prof. Dr. med. Wolfgang Engel

Foto (v.l.n.r.): GfH-Vorsitzender Prof. Dr. Klaus Zerres, Prof. Dr. med. Wolfgang Engel
Prof. Dr. med. Jörg Schmidtke

Laudatio von Prof. Dr. med. Jörg Schmidtke,
anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an
Professor Dr. med. Wolfgang Engel


GfH-Jahrestagung 2014 in Essen, 19.-21.3.2014

Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Prof. Dr. med. Peter Propping

PProf. Dr. med. Peter Propping hat herausragende wissenschaftliche Beiträge vor allem auf dem Gebiet der Erforschung der genetischen Grundlagen neuropsychiatrischer Krankheiten und des erblichen Darmkrebses geleistet. In beiden Arbeitsfeldern ist er national wie international hoch angesehen. In vielen Gremien von
Ärztekammer, Deutscher Krebshilfe, Nationalem Ethikrat und Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften hat er unser Fach aktiv vertreten und hat damit entscheidend dazu beigetragen, das Ansehen der Humangenetik sowohl in der Öffentlichkeit wie auch in Ärzteschaft und Wissenschaft zu fördern.

Als Vorsitzender der GfH und zweimaliger Tagungspräsident 1990 und 2007 sich Prof. Dr. med. Peter Propping darüber hinaus in besonderem Maße um die GfH verdient gemacht.

Prof. Dr. med. Peter Propping

Foto (v.l.n.r.): Prof. Dr. med. Brigitte Schlegelberger,
Prof. Dr. med. Peter Propping, GfH-Vorsitzender Prof. Dr. Klaus Zerres

Laudatio von Prof. Dr. med. Brigitte Schlegelberger,
anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an
Professor Dr. Peter Propping

 

Foto (v.l.n.r.): Prof. Klaus Zerres, Aachen verlieh die Ehrenmitgliedschaft an Prof. Dr. med. Gerhard Wolff, Prof. Dr. med. Jörg Schmidtke, Prof. Dr. med. Peter Propping, Bonn, und Prof. Dr. med. Eberhard Schwinger.
Prof. Dr. med. Brigitte Schlegelberger (4. v.l.) hielt die Laudatio.
Tagungspräsident war Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Horsthemke (1. v.r.)

 

GfH-Jahrestagung 2013 in Dresden, 18.-20.3.2013

Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Prof. Dr. med. Andreas Gal

Prof. Dr. med. Andreas Gal hat sich national und international große Verdienste bei der genetischen Kartierung, Identifizierung und Charakterisierung einer Vielzahl von Krankheitsgenen erworben. Seine wegweisenden Beiträge im Bereich der menschlichen Netzhauterkrankungen haben das Verständnis gerade bei den Krankheitsbildern frühkindlicher Erblindungen entscheidend erweitert und haben die Voraussetzungen für erste erfolgreiche Genersatz-Therapiestudien am menschlichen Auge geschaffen. Professor Dr. med. Andreas Gal ist ein international höchst ausgewiesener Vertreter der deutschen Humangenetik.

Prof. Dr. med. Andreas Gal



Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Prof. Gal (links)
am 20.3.2013 durch den GfH-Vorsitzenden Prof. Zerres

Prof. Dr. med. Klaus Zerres, Aachen (links)
verlieh die Ehrenmitgliedschaft an Prof. Dr. med. Andreas Gal, Hamburg,
gemeinsam mit Prof. Dr. med. Jan Murken, München (2. v. links)
und Prof. Dr. Tiemo Grimm, Würzburg (rechts) (Foto: Claus Schunk, München)

 

 

GfH-Jahrestagung 2011 in Regensburg, 16.-18.3.2011

Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Prof. Dr. med. Thomas Cremer

Prof. Dr. med. Thomas Cremer hat grundlegende Methoden der molekularen Zytogenetik vorausgedacht und entwickelt. Die Hybridisierung von Fluoreszenz-markierter DNA an Metaphase- und Interphasechromosomen sowie die vergleichende genomische Hybridisierung sind heute Standardverfahren im experimentellen und klinischen Labor. Sein führender Beitrag zur Entwicklung dieser Methoden, der Nachweis von Chromosomen-territorien im Zellkern und die Beschreibung ihrer Dynamik haben Professor Dr. med. Thomas Cremer zu einem international herausragenden Vertreter der deutschen Humangenetik gemacht.

Prof. Dr. med. Thomas Cremer

Laudatio von Prof. Dr. med. Bernhard Horsthemke,
anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Professor Dr. Thomas Cremer

 

 

GfH-Jahrestagung 2010 in Hamburg, 2.-4.3.2010

Die GfH hat in diesem Jahr ihre GfH-Ehrenmedaille an Prof. Dr. Gerd Utermann, Innsbruck verliehen.

Prof. Dr. med. Gerd Utermann hat mit seinen bahnbrechenden biochemischen, genetischen und epidemiologischen Arbeiten auf dem Gebiet der Lipoproteine entscheidend zum Verständnis der Prädisposition genetisch komplexer Erkrankungen und insbesondere der Atherosklerose beigetragen. Durch sein Engagement und breites fachliches Wissen hat er wesentlich zum nationalen und internationalen Ansehen und Erfolg der Humangenetik beigetragen.

Prof. Dr. med. Gerd Utermann

 

 

GfH-Jahrestagung 2009 in Aachen, 1.-3.4.2009

Professor Dr. Hans-Hilger Ropers hat seit drei Jahrzehnten essentielle und wegweisende Beitrage zur Humangenetik geleistet. Er hat die neuen Methoden der Somatellgenetik, Gentechnologie und array-CGH frühzeitig aufgegriffen und eine große Zahl medizinisch bedeutender Gene, insbesondere des X-Chromosoms, identifiziert, ihre Pathogenese analysiert und das neue Wissen in die medizinische Praxis überführt. Herr Ropers hat auch als Direktor am Berliner Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik stets die Verantwortung für das Fach als Ganzes gesehen und in herausgehobenen Positionen die Humangenetik auf nationaler und internationaler Ebene vertreten.

Professor Dr. med. Hans-Hilger Ropers

 

 

GfH-Jahrestagung 2008 in Hannover, 8.-10.4.2008

"Die Ehrenmedaille der GfH erhalten Frau Professorin Regine Witkowski und Herr Professor Karl Sperling, unseren Fachvertretern in der ehemals geteilten Stadt Berlin. Ihnen beiden ist zu danken, dass die Mauer damals durchlässig wurde für Mitarbeiter und Labormaterial und dass trotz der Mauer gemeinsam publiziert wurde", schreibt Tagungspräsident Jörg Schmidtke in seiner Einladung zur 19. GfH-Jahrestagung. Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH) überreichte am 8.4.2008 die Ehrenmedaille an Professor Regine Witkowski und Professor Karl Sperling.

 

Professor Dr. Karl Sperling und Professorin Regine Witkowski


(Foto: Martin Markovski, Berlin)

Die Preisträgerin von 2008 – Prof. Dr. Regine Witkowski – hat sich um das Fach Humangenetik auf vielfältige Weise verdient gemacht. Sie hat der Klinischen Genetik zu besonderer Anerkennung verholfen, die Integration der Humangenetik in die Medizin gefördert und wesentlich zur Etablierung des Facharztes für Humangenetik und des Fachhumangenetikers beigetragen.


Der Text der Verleihungsurkunde lautet:

Professor Witkowski gehört zu den Begründern der Humangenetik in Deutschland.
Ihre Leistungen auf den Gebieten Klinische Genetik, Zytogenetik und Tumorgenetik
waren wegweisend. Die unermüdliche Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
war ihr eine Herzenssache.

 

Prof. Dr. Regine Witkoswki

(Foto: Martin Markovski, Berlin)

Prof. Dr. Regine Witkowski wurde am 12. Juli 1934 in Chemnitz geboren. Nach dem Abitur 1953 in Limbach studierte sie Biologie mit dem Hauptfach Botanik an der Universität Greifswald. Sie fertigte ihre Diplomarbeit über die in vitro-Kultur pflanzlicher Gewebe an. Ab 1960 leitete Frau Witkowski ein Labor für Zellzüchtung an der Hautklinik der Charité in Berlin. Sie promovierte 1961 und führte folgerichtig in der ehemaligen DDR als eine der ersten Chromosomenanalysen an humanen Zellen durch. Frau Witkowski arbeitete zunächst über zytogenetische Veränderungen bei Intersexualität und bei komplexen Fehlbildungen, später auch bei Tumorerkrankungen.
Als langjähriges Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft für Humangenetik der DDR war sie am Aufbau organisatorischer Strukturen und an der Einführung der Weiterbildung zum Facharzt für Humangenetik und zum Fachhumangenetiker maßgeblich beteiligt. 1969 erfolgte die Habilitation über ein zytogenetisches Thema und 1983 die Ernennung zur a.o. Professorin. Frau Witkowski war 1988 Gründungsdirektorin des Instituts für Medizinische Genetik der Charité. Im selben Jahr wurde sie zum Professor berufen. Die über 170 von ihr organisierten wissenschaftlichen Kolloquien waren ein besonderer Anziehungspunkt für Humangenetiker aus Ost und West und ermöglichten viele Kontakte, die bis heute Bestand haben.
Ihr „Lehrbuch für klinische Genetik“, das „Lexikon der Syndrome und Fehlbildungen“, weitere Werke und zahlreiche wissenschaftliche Publikationen zeugen von ihrer Energie und dem Engagement für das Fach.
Frau Witkowski war die Nestorin der Humangenetik in der ehemaligen DDR und hat sowohl das Institut an der Berliner Charité bis in das Jahr 1999 als auch das Fach Humangenetik weit darüber hinaus mit bewunderswerter Kraft vorangebracht.

Lesen Sie den Beitrag von Prof. Dr. med. Evelin Schröck, anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Professorin Regine Witkowski.

 

Mit der GfH-Medaille 2008 für Prof. Dr. Karl Sperling dankt die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik für seine herausragende und erfolgreiche Tätigkeit für die Humangenetik in Deutschland.

Prof. Dr. Karl Sperling

Der Text der Verleihungsurkunde lautet:

Prof. Dr. Karl Sperling hat sich in über 35 Jahren unermüdlich für die Humangenetik in Deutschland eingesetzt. Er hat selbstlos die Forschung im Fach strukturell gefördert und inhaltlich bereichert und die Translation der Forschungsergebnisse in die Patientenversorgung unterstützt. Die durch ihn organisierten Tagungen haben wesentlich zum Ansehen unseres Faches im In- und Ausland beigetragen.
Er hat sich vorbildlich für die wissenschaftliche Zusammenarbeit
zwischen deutschen Humangenetikern
auch in Zeiten der Teilung Deutschlands eingesetzt.

Lesen Sie den Beitrag von Prof. Dr. med. André Reis, anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Professor Karl Sperling.

 

GfH-Jahrestagung 2007 in Bonn, 7.-10.3.2007

Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH) hat am 7. März 2007 die GfH-Ehrenmedaille als ihre höchste Auszeichnung für herausragende Verdienste auf dem Gebiet der Humangenetik an Professor Jürg Ott (Beijing und New York) verliehen.

Professor Dr. Jürg Ott


(Foto:Christine Scholz, gfh)

von li nach re.: Prof. Dr. Peter Propping (Vorsitzender der GfH und Tagungspräsident)
Prof. Dr. Jürg Ott (Preisträger)

Mit einem Festakt zur Eröff nung der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Fachgesellschaft ehrten die deutschsprachigen Wissenschaftler Jürg Ott, der als Forscher und Lehrer zu den herausragenden Persönlichkeiten der statistischen Genetik und genetischen Epidemiologie gehört. Durch die von ihm entwickelten biometrischen Methoden hat er entscheidend zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms beigetragen und sich damit bleibend um die genetische Krankheitsforschung verdient gemacht. Professor Dr. Markus Nöthen vom Life & Brain Zentrum der Universität Bonn übernahm die ehrenvolle Aufgabe in seiner Laudatio das Lebenswerk von Jürg Ott zu würdigen. Nachfolgend drucken wir auszugsweise einige Passagen seiner Rede ab.

Lesen Sie den Beitrag von Prof. Dr. med. Markus Nöthen, anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Professor Jürg Ott.

 

GfH-Jahrestagung 2006 in Heidelberg, 8.-11.3.2006

Der finnische Humangenetiker Professor Dr. Albert de la Chapelle wurde für seine Verdienste um die Weiterentwicklung der Humangenetik vor allem im Bereich der Tumorgenetik mit der GfH-Ehrenmedaille 2006 ausgezeichnet. Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH) hat dem finnischen Wissenschaftler im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten zu ihrer 17. Jahrestagung am 8.3.2006 die GfH-Ehrenmedaille überreicht und Prof. de la Chapelle zu ihrem Ehrenmitglied ernannt.

Professor Dr. Albert de la Chapelle


(Foto:Christine Scholz, gfh)

von li nach re.: Prof. Dr. Brigitte Schlegelberger (Institut für Zell- und Molekularpathologie, Hannover) Prof. Dr. Albert de la Chapelle (Preisträger), Prof. Dr. Claus R. Bartram (Vorsitzender der GfH und Tagungspräsident)

Lesen Sie den Beitrag von Prof. Dr. med. Brigitte Schlegelberger, anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Professor Albert de la Chapelle.

 

 

 

GfH-Jahrestagung 2005 in Halle, 9.-12.3.2005

In der noch jungen aber schon gewichtigen Reihe der Träger der Ehrenmedaille zeichnet die GfH in diesem Jahr einen Klinischen Genetiker von besonderer Güte, von herausragender Begabung und ungewöhnlicher Wirkung aus: Professor Dr. John Marius Opitz.

Professor Dr. John Marius Opitz


(Foto:Christine Scholz, gfh)

von li nach re.: Prof. Dr. Claus R. Bartram (Vorsitzender der GfH), Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach (Laudatio), Prof. Dr. John Marius Opitz (Preisträger), Prof. Dr. Ingo Hansmann (Tagungspräsident)

Lesen Sie den Beitrag von Prof. Dr. med. Gabriele Gillessen-Kaesbach, anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Professor John Opitz.

 

 

GfH-Jahrestagung 2003 in Marburg, 1.-4.10.2003

Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik verlieh 2003 erstmalig die GfH-Ehrenmedaille als ihre höchste Auszeichnung. Dieses ist überhaupt der erste Preis in Deutschland, der spezifisch Verdienste auf dem Gebiet der Humangenetik würdigt. Die Vergabe der Ehrenmedaille rückt damit neben den Preisträgern ein Fach in den Blickpunkt, das in den vergangenen Jahren eine zentrale Bedeutung in der Medizin erlangt hat und außerdem eine Brücke zu den Biowissenschaften schlägt.

Die ersten Preisträger repräsentieren besonders eindrucksvoll das Anliegen dieser Auszeichnung. Arno Motulsky und Friedrich Vogel genießen als Wissenschaftler hohes internationales Ansehen und haben in kollegialer Verbundenheit maßgeblich zur Neuorientierung und Entwicklung der Humangenetik in Deutschland beigetragen.

 

Professor Arno Motulsky

(Foto: Jürgen Kunz, Marburg)

Professor Arno Motulsky gehört als Forscher und Lehrer zu den herausragenden Persönlichkeiten der Humangenetik. Er hat sich um die internationale Verständigung mit der deutschen Humangenetik nach dem zweiten Weltkrieg bleibende Verdienste erworben.

Lesen Sie den Beitrag von Prof. Dr. rer. nat. Sperling, anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Professor Arno Motulsky.

 

Professor Friedrich Vogel

(Foto: Karl Sperling, Berlin)

Professor Friedrich Vogel wurde mit seinem hohen Ansehen als Wissenschaftler, dem Engagement für internationale Verständigung und seiner konzeptionellen Weitsicht zum Wegbereiter der Humangenetik in Deutschland.

Lesen Sie den Beitrag von Prof. Dr. rer. nat. Sperling, anläßlich der Verleihung der GfH-Ehrenmedaille an Professor Friedrich Vogel.

 

 


(Foto: J. Kunz, Marburg)

Prof. Bartram, Vorsitzender der GfH hat den beiden Preisträgern die Ehrenmedaille überreicht. Prof. Sperling würdigte das Lebenswerk von Arno Motulsky und Friedrich Vogel in seiner Laudatio.
Abb. v.l.n.r.: Prof. Dr. med. Claus R. Bartram, Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Vogel, Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Arno G. Motulsky, Seattle und Prof. Dr. rer. nat. Karl Sperling, Berlin

 

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Beitrag von Prof. Dr. rer. nat. Sperling, anläßlich der Verleihung.

Arno Motulsky und Friedrich Vogel begegneten sich erstmals 1956 auf dem ersten Internationalen Humangenetikkongress in Kopenhagen. Seit dieser Zeit ist der Kontakt nicht mehr abgerissen, ist aus der Bekanntschaft Freundschaft geworden. Im Jahr 1964 gründeten sie zusammen mit den Herren Baitsch, Becker und Wendt die Zeitschrift "Humangentik", die später in "Human Genetics" umbenannt wurde. Keiner ist so lange wie die beiden Herausgeber dieser wichtigen internationalen Zeitschrift gewesen und hat darüber die Entwicklung des Faches mitbestimmt. In ganz besonderem Masse gilt dies für ihr 1979 erschienenes Buch "Human Genetics - Problems and Approaches", das inzwischen in dritter Auflage vorliegt. Darin haben sie den aktuellen Stand des Wissens aus der historischen Entwicklung hergeleitet und in den wissenschaftstheoretischen Zusammenhang gestellt.

Sie sind ausführlich auf Wertefragen eingegangen, die der Fortschritt der Humangenetik stellt, und haben auf seine praktischen Auswirkungen hingewiesen. Angesichts der Differenziertheit der Darstellung und der Fülle des Gebotenen fragt man sich, wie es überhaupt möglich ist, dieses umfassende Wissen erwerben. Es ist dem hohen Ansehen Friedrich Vogels zu danken und sicherlich der Freundschaft zu Arno Motulsky, das 1981 in Jerusalem beschlossen wurde, den 7. internationalen Kongress für Humangenetik im Jahr 1986 nach Deutschland zu vergeben. Unter der Präsidentschaft Arno Motulskys war dies seit 1927 der erste große internationale Genetikkongress überhaupt, der wieder in Deutschland durchgeführt wurde. Er dokumentiert ein Stück Vergangenheitsbewältigung, in mancher Hinsicht auch einen neuen Anfang.

Arno Motulsky und Friedrich Vogel verkörpern den Typ des Gelehrten, der höchste fachliche Kompetenz mit umfassender Bildung verbindet, in Philosophie und Geschichte, Kunst und Literatur bewandert ist. Mit ihrem Blick für das Prinzipielle waren sie dem jeweiligen Zeitgeist stets voraus und haben sich in den 50er Jahren der Humangenetik zugewandt, als das Fach in der Medizin und der Wissenschaft insgesamt kaum präsent war. Beide hatten dabei auch das Glück, dass ihr Wirken in eine Zeit fiel, in der dieses Gebiet selbst tiefgreifende Veränderung erfuhr, angefangen bei der Aufklärung der Struktur der DNA, über die molekulare Analyse genetisch bedingter Krankheiten bis hin zur Durchführung des Humangenomprojektes, des größten biologisch-medizinischen Forschungsvorhabens überhaupt.

Beide Persönlichkeiten haben die Entwicklung dieses Faches entscheidend mitgeprägt und sich speziell auch um die deutsche Humangenetik, die mit der schweren Hypothek ihrer fachlichen Vorväter leben musste, verdient gemacht.

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