Hochschulinformationen

 

 

21.3.2013
Genetische Beratung in Deutschland: Struktur und Inanspruchnahme (GenBIn-Studie)

Ziel: Dokumentation der Versorgung mit genetischen Beratungsangeboten und -leistungen in 2011 vor der Umsetzung der Richtlinie der GEKO.

Nutzen: Etablierung einer empirischen „baseline“, die es ermöglicht:

  • die Auswirkungen der Bestimmungen des GenDG zu objektivieren,
  • Hinweise für mögliche Anpassungs- und Veränderungserfordernisse für die Versorgung der Bevölkerung mit genetischen Beratungsleistungen zu erhalten.

Alle Leiterinnen und Leiter der genetischen Beratungsstellen und Praxen in Deutschland werden um aktive Unterstützung gebeten. Rückfragen bitte an nippert@uni-muenster.de

 

 

Long-term quest for EU-wide recognition of the clinical genetics specialty came to a successful end!

Am 10.3.2011 erreichte uns die erfreuliche Nachricht vom Präsidenten der ESHG, Milan Macek aus Prag, dass es nach langen Bemühungen endlich gelungen ist, den Facharzt für Medizinische/Klinische Genetik auf Europäischer Ebene anzuerkennen. Dies stellt in erster Linie eine politische Anerkennung dar, die unsere Positionen innerhalb der Ärzteschaft stärken wird. Humangenetik ist nun eine europaweit anerkannte medizinische Fachrichtung vergleichbar mit anderen Fachgebieten wie Innere Medizin, Gynäkologie oder Pädiatrie.

 

Online-Befragung zum nächsten EU-Forschungsrahmenprogramm

Obwohl das aktuelle 7. Forschungsrahmenprogramm erst im Jahr 2013
endet, hat die politische Debatte über die inhaltliche und strukturelle Ausgestaltung des nächsten Forschungsrahmenprogramms bereits begonnen.
Die Europäische Kommission muss bis Ende 2011 einen Vorschlag für alle
zukünftigen Förderprogramme – auch zur Ausgestaltung, zum finanziellen
Umfang und Instrumentarium – ausarbeiten.
Verschiedene Nutzer- und Interessengruppen sind aufgerufen, der europäischen
K ommission ihre Vorstellungen und Prioritäten zu den künftigen EU-Programmen bis zum 20. Mai 2011 zu übermitteln. Im Zuge dessen hat die europäische Kommission ein Grünbuch mit dem Titel „From Challenges to Opportunities: towards a Common Strategic Framework for eu research and Innovation Funding” veröffentlicht. 27 konkrete Fragen im Zusammenhang mit der Ausgestaltung der zukünftigen Förderprogramme können u.a. über ein Online-Formular beantwortet werden.

DFG: Wissenschaftliche Forschungsanträge - Tipps für die (erste) Antragstellung
Dr. Frank Wissing, DFG Bonn

Auf der GfH-Tagung 2011 in Regensburg fand der Vortrag von Herrn Dr. Wissing großen Anklang.
Mit freundlicher Genehmigung des Autors stellen wir die Vortragsfolien zur Verfügung.

 

Ambulante Universitätsmedizin stärker in den Fokus rücken

Der Wissenschaftsrat hat sich dafür ausgesprochen, die Rolle der Ambulanzen innerhalb der Universitätsmedizin sowohl durch eine verbesserte Ausrichtung auf die universitären Belange, als auch durch eine aufgabenadäquate Einbindung in das Versorgungssystem zu stärken. „In der traditionell vorwiegend auf die stationäre Versorgung ausgerichteten Universitätsmedizin müssen die hochschulmedizinischen Ambulanzen künftig als gleichwertiger Teil betrachtet werden. Das bedeutet vor allem, Struktur und Organisation dieser Einrichtungen ihrer wachsenden Bedeutung entsprechend auszugestalten und stärker auf die Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen auszurichten“, fasst der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider, die Erwartungen des Gremiums zusammen.

Empfehlungen zur Weiterentwicklung der ambulanten Universitätsmedizin in Deutschland (Drs. 10052-10)
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Pressemitteilung

 

Förderprogramme

Starting Grants für die Nachwuchsförderung:
ERC-Starting-Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC)

Mit dieser Programmlinie fördert der ERC exzellente Nachwuchswissenschaftler zum Auf- oder Ausbau einer Nachwuchsgruppe. Die Förderung über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren kann bis zu 300 000 € betragen. Alleiniges Auswahlkriterium sind die wissenschaftliche Exzellenz und das innovative Potential der Projektidee. Thematische Vorgaben gibt es nicht. Empfehlungen des BMBF

 

Förderung Genomweiter Assoziationsanalysen durch die DFG

Eine Expertengruppe und medizinischen Fachkollegien haben im Rahmen
eines DFG-Rundgesprächs eine Checkliste erarbeitet, die Gutachtern sowie
den Gremien der DFG eine Hilfestellung bei der Evaluation von Projektanträgen
zu genomweiten Assoziationsanalysen
(GWA-Analysen) geben soll.

 

Einrichtung eines Förderschwerpunktes für seltene Erkrankungen

Bisherige Erfahrungen mit Fördermaßnahmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu seltenen Erkrankungen haben gezeigt, dass in Deutschland ein vergleichsweise großes Potential für die Erforschung von seltenen Erkrankungen existiert. Das BMBF beabsichtigt daher, im Rahmen des Programms der Bundesregierung "Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen", durch eine Förderung von Verbünden für seltene Erkrankungen für jeweils maximal 9 Jahre die nationale Forschung in diesem Bereich nachhaltig auszubauen. Außerdem wird den ausgewählten Verbünden Gelegenheit gegeben werden, verbundübergreifende Zusammenarbeit und dafür geeignete Instrumente zu etablieren.

Quelle und weitere Informationen

Förderung krankheitsbezogener Kompetenznetze

Durch die Förderung der vernetzten klinischen Forschung im Rahmen der "Kompetenznetze in der Medizin" und des "Nationalen Genomforschungsnetzes" hat das BMBF in den letzten Jahren auch international neue Maßstäbe für die Strukturierung der krankheitsbezogenen Forschung gesetzt. Insbesondere in den Kompetenznetzen in der Medizin wurden Voraussetzungen für die Rekrutierung großer Patientenkohorten im Rahmen klinischer Studien oder Register geschaffen, Biomaterialbanken aufgebaut und gemeinsam genutzt, interdisziplinäre Kooperationen geschaffen und die Forschungen zum Transfer in die Versorgung verstärkt. Einigen Netzen ist es gelungen, Strukturen aufzubauen, die mittlerweile in dem jeweiligen Krankheitsgebiet als führend in Europa anzusehen sind und in erheblichem Umfang an europaweiten Fördermaßnahmen partizipieren.

Die krankheitsbezogene Forschung ist umfassend, dazu gehören auch humangenetische Methoden und Konzepte.

 

 

 

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